Kugellager - ein Rückblick

Kugellager - ein Rückblick

Wir schenken ihnen kaum Aufmerksamkeit, doch ohne sie würde unsere Welt ganz anders aussehen: Kugellager finden in den verschiedensten Bereichen unseres Alltags eine Verwendung. Ohne sie gäbe es keine Autos, keine Flugzeuge und nicht mal den geliebten Kühlschrank.

Sinn und Zweck eines Kugellagers ist es, den Reibungswiderstand zwischen zwei Gegenständen, die ineinander rotieren, zu verringern. Dementsprechend groß ist also auch der Einsatzbereich von Kugellagern. Man findet sie unter anderem in Haushaltsgeräten wie Ventilatoren, Waschmaschinen und Staubsaugern. Lenkungen, Elektromotoren, Achsen und Windkraftwerke sind auf Kugellager angewiesen und sie werden auch in Spielzeuge, wie Fidget Spinner oder Rouletteräder in Casinos, eingebaut.

Dieser Mechanismus ist so integral, dass er auch online benutzt wird, obwohl dort, zum Beispiel im Roulette, einfach die Nummer aufscheinen könnte. Man erwartet trotzdem noch dieses Geräusch zu hören, bzw. das traditionelle Roulette drehen zu sehen.

Die Geschichte des kleinen All-Rounders

Das Prinzip, auf dem das vielseitige Kugellager beruht, ist keinesfalls neu. Bereits die alten Ägypter (ca. 2600 v. Chr.) nutzten es, um schwere Gegenstände leichter bewegen zu können. Statt einen Stein mit viel Mühe und Anstrengung über den Boden zu schieben, legten sie Baumstämme unter den Stein. Diese erfüllten prinzipiell die gleiche Rolle wie spätere Nachfolger, indem sie den Reibungswiderstand verringerten. So war es bereits damals möglich, große, schwere Gegenstände mit relativ wenig Aufwand zu befördern. Das Ergebnis: Die weltberühmten Pyramiden.

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Kugellager-Technik am Beispiele des Skateboards

Gegen 1500 machte auch Wissenschaftler und Genie Leonardo da Vinci Aufzeichnungen zu einem ähnlichen Mechanismus. 100 Jahre später beschrieb der italienische Gelehrte Galileo Galilei das Prinzip von Walzkörpern in einem Käfig, die den Reibungswiderstand verringerten.

Innovationen der Industrialisierung

Während der Industrialisierung beschleunigte sich die Entwicklung des Kugellagers plötzlich sehr stark. Damals wurden häufig Gleitlager verwendet, welche bei niedriger Drehzahl oder zu wenig Schmierung schnell verschlissen.

Ein großer Schritt in Richtung Moderne wurde 1759 gemacht, als der britische Uhrmacher John Harrison ein Rollenlager mit Käfig erfand. Rillenkugellager kamen 1794 zum ersten Mal zum Einsatz. Und das erste Patent für Kugellager am Fahrrad bekam der Franzose Jules Suriray im Jahre 1869.

Als 1883 die erste Kugelschleifmaschine von Friedrich Fischer gebaut wurde, konnten auch immer einheitlichere Kugeln produziert werden. Wie genau Wälzkörpertechnik funktioniert, wurde zwischen 1898 und 1901 von der Technischen Versuchsanstalt in Potsdam-Neubabelsberg untersucht.

Im Laufe der Zeit konnten die einzelnen Komponenten für ein Kugellager immer präziser hergestellt werden und auch die Entwicklung von Schmierstoffen machte keinen Halt, sodass Kugellager nicht nur unseren Alltag erleichtern konnten, sondern auch ihre Herstellung immer weniger aufwendig wurde.

Die Komplexität des Systems wuchs mit den Jahren, sodass auch die Verwendungszwecke für Kugellager immer abwechslungsreicher wurden. Heute findet man die kleinen mechanischen Wunderelemente in fast allen Maschinen und Geräten. Egal ob in Inline-Skates, Flugzeuge oder Uhren – Kugellager sind heutzutage nicht mehr wegzudenken.

Arikel by Gerda

Bildquelle by Gerda

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